Antwort der Piraten auf den „JuLis“-Wahlwerbespot

#enterdenraab

Mach auch Du mit! Hilf mit Stefan Raab zu überreden uns in seine Sendung einzuladen. Vor allem die jüngere TV-affine Generation wird am Vorabend der Wahl noch dazu bereit sein, sich in Form dieser Sondersendung über die Parteien zu informieren.

Die „Wiesn“ wird zensiert…

Als ob sich ganz Deutschland schon an eine diktatorische Zensur gewöhnt hätte… Jetzt gibt das Münchner Tourismusamt der Presse vor was diese fotografieren darf – und was nicht.

„Die Bildjournalisten müssten Klauseln unterschreiben, auf solche Motive zu verzichten, um eine Akkreditierung oder Drehgenehmigung zu bekommen.“

Die Veranstalter wollten kein „Abbild der Realität in den Medien finden“, kritisiert indes der BJV.

Alles in Allem wollen die Veranstalter nicht, dass betrunkene oder zu leicht bekleidete Oktoberfestbesucher fotografiert oder gefilmt werden, da dieses u.U. ein schlechtes Bild auf die Veranstaltung werfen könnte. Eine objektive Berichterstattung ist natürlich unter solchen Umständen nicht möglich.

„Hier aber werde das Recht auf uneingeschränkte Berichterstattung auf dem Altar des Kommerzes geopfert.“

Was also tun? – Unterstützt die Presse, indem Ihr selber Fotos und Videos erstellt, welche Ihr unter CC zur Verfügung stellt. Damit helft Ihr sowohl dem ehrlichen und grenzenlosen Journalismus und schafft Vertrauen in Creative Commons.

Gerne veröffentliche auch ich das Material für Euch (bin selbst leider in HH und hab keine Zeit nach München zu kommen): mailt einfach an: idiocracy-blog[ät]web.de

Der Elektrische Reporter zur Politik im Netz

„In der zweiten Folge über den Web-Wahlkampf widmet sich der Elektrische Reporter der Internet-Basis, also den Menschen, die die neuen Medien nutzen, um mitzureden und sich zu engagieren. Er sucht nach kreativem und erfolgreichem “Voter Generated Content”. Er spricht mit Aktivisten, die sich über Twitter und Blogs vernetzen und verrät, wen das Web wählen würde.“

Zeitungsmonopol „SHZ“ zensiert Berichterstattung über die Parteien

Der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (sh:z) hat eine „Stallorder“ gegen Berichterstatung über die Freien Wähler und die Piratenpartei ausgesprochen. Dadurch wird wahlberechtigten Bürger und Bürgerinnen eine ausführliche Informationsmöglichkeit zu den Wahlen verwehrt.

Schon in der Vergangenheit ist der Verlag aufgrund falscher Berichterstattung vom Deutschen Presserat abgerügt worden.

Dann steht ja wenigstens in meinem alten Wohnbundesland einer Diktatur nichts mehr im Wege – denn ein solches Pressegebaren kennt man normalerweise nur aus Ländern wie China oder dergleichen…

Wenn auch du der sh:z deine Meinung über diese Schweinerei mitteilen möchtest, dann schreib doch bitte hier einen Leserkommentar. Ich freu mich bereits auf deren Reaktion 😉

//UPDATE//: Die sh:z rechtfertigt sich hier zu den Umständen.

…und alle so: Yeaahh!

Spreeblick: Die Wahrheit über die Parteien

Spreeblick hat mal eine Zusammenfassung über die Parteiinhalte zurechtformuliert. Hier nur ein paar Auszüge:

„Die CDU ist neben der NPD die Partei, die es am meisten hasst, dass wir das Jahr 2009 schreiben, sie plant daher ein Verbot der Zeit und bietet jedem, der beim Stillstand mitmacht, einen kostenlosen Wunderbaum.“

„Im Rahmen der „Agenda 2010″ beschäftigte sich die SPD ab 2003 mit der Frage, warum man sie wählen sollte. Da jedoch niemandem eine Antwort einfiel, wurde das Vorhaben eingestellt und 2009 durch die Abwrackprämie ersetzt, die eine einmalige Zahlung von 2.500 Euro an alle SPD-Mitglieder versprach, die in der Partei bleiben wollten.“

„Da die Hälfte der FDP-Mitglieder bereits verstorben ist, bleibt derzeit nur die andere Häfte: Guido Westerwelle. Westerwelle ist seit 2004 homosexuell, was zwar die Gefahr der Reproduktion etwas verringert, aber nichts daran ändert, dass die FDP weniger Stil besitzt als Getränkebons von der Rolle.“

Unterschriftensammlung für Volksentscheide

Wenn auch du für mehr Entscheidungskraft seitens der Bevölkerung bist, dann unterstütze diese Unterschriftenaktion:

Merkel & Steinmeier wegen Menschenrechtsverletzungen in Äthiopien angezeigt

Neuer Piratenspot

Habe gerade einen neuen Piratenspot entdeckt. Drastisch dargestellt; ich hoffe, dass es nicht zu einer Verhohnepiepelung kommt…

Aber schön gemacht isser schon 😉

Netzpolitik fragt – Parteien antworten

Das politische Online-Magazin Netzpolitik hat CDU, SPD, B90/Die Grünen, FDP, Die Linken sowie der Piratenpartei 4 Fragen gestellt, welche nunmehr von allen beantwortet wurden.

Nachfolgend ein paar Auszüge.

FDP zu 3-Strikes: „Die Bekämpfung von Urheberrechtsverletzungen im Internet bleibt eine Herausforderung und eine Aufgabe für die Politik, denn die “Internetpiraterie” ist eine existenzielle Bedrohung für die Kultur- und Kreativwirtschaft. Das Internet darf kein urheberrechtsfreier Raum sein.“

SPD zu OpenSource: „Eine Förderung solcher Projekte aus öffentlichen Mitteln könnte diesem Verständnis widersprechen, gleichwohl durch Konzepte und Ansätze denkbar sind, die ein Förderung innovativer und zukunftsweisender Projekte möglich machen könnten.“

CDU zu OpenSource: „Wir sind der Auffassung, dass diese Seiten und Projekte staatsfern bleiben sollten, da sie sich so am besten entwickeln können. Die mit staatlicher Förderung zwangsläufig verbundenen Vorgaben sind nur schwer mit der Dynamik von Open-Source-Projekten in Einklang zu bringen.“

Lest euch den gesamten Artikel durch um zu erfahren, wie sich die Parteien zu den einzelnen Fragen aufstellen. Natürlich sei dazu gesagt, dass wir uns kurz vor der Wahl befinden. Und bekannterweise ist leider hier in Deutschland nach der Wahl nicht vor der Wahl…

GeOptOuted!

So, war mittlerweile bei meinem zuständigen Amt. Lustigerweise wusste die Dame dort sofort, was ihr wollte und hat mich gefragt, ob ich auch wegen des Internetaufrufes dort angetanzt sei 😉

Danach noch den Heimweg dazu genutzt bei einem FastFood-Konzern zulasten des Regenwaldes essen zu gehen und mich dort mit nichtigem Halbwissen über Wikinger informiert, danach einem Minderjährigem mit einer Zigarette ausgeholfen und ein paar rote Ampeln missachtet. Es ist so schön ein freier Mensch zu sein!

Bin eben via Fefe auf dieses amüsante Bild gestoßen:

Nicht vergessen: Morgen ist OptOutDay!

Noch einmal zur Erinnerung an alle: morgen werden sich bundesweit Bürger und Bürgerinnen einen kleinen Teil ihrer Persönlichkeitsrechte zurück holen. Sei auch dabei und mach mit beim OptOutDay! Weitere Infos hierzu findest du hier:

Ich meinerseits bin momentan nicht so gut zu Fuss, von daher nehme ich das mir am nächsten gelegene Bürgerhaus: Hamburg-Billstedt. Ich werde da so gegen 14:00 Uhr aufschlagen – vielleicht trifft man sich ja.

//EDIT// Ach ja: Das richtige Formular kannst du dir hier herunterladen.

Frank Höfer über die Lissabon-Politik

Frank Höfer hat jüngst seinen neuen Film über die drohenden Gefahren eines vollkommen politisch geeinten Europas veröffentlicht. Wenn ihr wissen wollt, warum man euch vielleicht demnächst bei einer Demo laut europäischer Verfassung einfach erschießen darf, schaut ihr es euch am besten mal an:

Wir müssen wirklich aufpassen, dass uns aufgrund politischen und rechtlichen Unwissens seitens unserer Politiker nicht irgendwann mal die ganze Geschichte komplett um die Ohren fliegt. Also: Augen und Ohren auf! Erst Kopf, dann Kehlkopf!

Glietsch will ab 2010 seine Beamten kennzeichnen

Polizeipräsident Dieter Glietsch hat nunmehr bekannt gegeben, dass ab 2010 seine Schergen sichtbar durchnummeriert werden sollen. Die Dienstnummer findet dann ihren Platz auf dem Rücken des Namensschildes auf der Brust. Dieses kann dann je nach Bedarf des Beamten umgedreht werden.

Natürlich wird keiner der Prügelschergen auf die Idee kommen, dass man ein solches Klettschild auch mal eben in die Tasche stecken kann, um sich dann wieder auf einfühlsame Weise um den bösen Bürger zu kümmern, der sich einem entgegenstellt und beginnt irgendwelche Fragen zu stellen…

Parteien zur Wahl – Sixtus vs. Lobo

Veröffentlicht in Besser is, Idiocracy. Schlagwörter: , , . Leave a Comment »

Wahlwerbespot der JuLis (FDP)

Die jungen Liberalen haben einen neuen Wahlwerbespot gestaltet; die werden zwar nicht meine Stimme bekommen, aber amüsant isser schon 😉

Neues Video der Prügelschergen aufgetaucht!

Und wieder ist ein Video aufgetaucht, welches unsere Freunde und Helfer auf der Freiheit-statt-Angst-Demo beim Prügeln beobachet. Diesmal ist das wirklich unangemessene und äußerst brutale Vorgehen seitens unserer Staatsmachtschergen nicht mehr wegzuignorieren:

Und zur Sicherheit noch einmal als mirror.

Willkommen im Polizeistaat – Ein Erfahrungsbericht

Da dieser -wirklich erschreckende- Erfahrungsbericht von Markus trafficmäßig schon recht überlastet ist, habe ich mir erlaubt diesen hier ebenfalls zu mirrorn:

Am Wochenende des 11.-13. September 2009 fand in Berlin die Demonstration „Freiheit statt Angst“ statt. Ich war am Freitag gegen Abend in Berlin angekommen und kam am frühen Samstag Mittag mit der U-Bahn am Potsdamer Platz an, von dem aus die Demonstration starten sollte. Beim Betreten des Platzes zwischen Sony Center und Daimler Chrysler City wurde ich von einem Polizisten der Bereitschaftspolizei freundlich angesprochen, ob er einen Blick in meinen Rucksack werfen dürfe. Ich gestattete ihm dies ebenso freundlich. Während er den Inhalt meines Rucksacks untersuchte (eine Regenjacke, eine Wasserflasche) fragte er, ob ich irgendwelche spitzen Gegenstände mit mir führte. Tatsächlich hatte ich – wie immer – mein Letherman Tool, eine Art Multifunktionswerkzeug, im Rucksack. Dies gab ich an und suchte es auf Nachfrage aus dem Rucksack. Ich erklärte mein Letherman dem Polizisten, der das Werkzeug nicht kannte und zeigte ihm auch, dass sich ein Messer zwischen den Werkzeugen befindet. Der Polizist begutachtete das Tool und erklärte mir dann, dass das Mitführen eines Messers auf Demonstrationen nicht erlaubt sei. Er fragte, ob ich das Messer noch schnell nach Hause bringen könnte. Das konnte ich nicht, denn ich bin ja kein Berliner. Der Polizist bot mir daraufhin an, das Messer bei der Polizei vor Ort abzugeben und es nach der Veranstaltung wieder abzuholen. Ich willigte ein.

Gemeinsam gingen wir um die Ecke in die Potsdamer Straße, wo mehrere Einsatzwagen der Polizei standen. Der mich begleitende Polizist erklärte seinen Kollegen, dass ich das Tool abgeben wolle. Der Ton der dort wartenden Beamten war deutlich unfreundlicher, ich wurde abgetastet und sollte meinen Rucksack in einen der Mannschaftswagen stellen. Auf Nachfrage wurde mir gesagt, dass dies aus Sicherheitsgründen geschehe, damit ich keine Waffe aus dem Rucksack ziehen könne. Meinen Personalausweis stellte ich bereitwillig zur Verfügung, um das Ausstellen der Formulare zu erleichtern. Während nun ein weiterer Polizist abseits an einem anderen Wagen die Formulararbeit machte, erklärte der Beamte, der mich ursprünglich angesprochen hatte, seinen Kollegen, dass er das Tool nicht gefunden hätte, sondern dass ich es ihm ausgehändigt hätte, wonach die Behandlung und der Ton mir gegenüber deutlich freundlicher wurde.

Ich erkundigte mich, wo ich das Tool später wieder abholen könne. Ich könne es im “Abschnitt 34″, Alt Moabit 145 wieder abholen, wurde mir mitgeteilt. Dann wurde ich gefragt, ob ich “schon mal Kontakt mit der Polizei” gehabt habe: Nein. Auf Nachfrage, warum mir diese Frage gestellt wurde, sagte mir der Beamte, dass eine routinemäßige Kontrolle über Funk meiner Person erfolgen würde. Kurze Zeit später kam der Polizist mit dem Formular wieder und eröffnete mir, dass über Funk die Order ergangen sei, dass gegen mich eine Anzeige geschrieben werden müsse. Ich war total entsetzt, doch die umstehenden Polizisten versicherten mir, dies sei kein Problem und nur ein formaler Akt; die Staatsanwaltschaft würde das Verfahren voraussichtlich automatisch wieder einstellen.

Meinen Schrecken minderte das wenig, doch als erstes sollte ich das Protokoll über die, wie es mittlerweile hieß, “Beschlagnahme” des Tools unterschreiben, was ich auch tat. Wider Erwarten durfte ich nun nicht zur Demonstration gehen, sondern musste mit aufs Polizeipräsidium kommen, ein Fahrzeug war bereits auf dem Weg, um mich abzuholen. Der Polizist, der mich am Platz angesprochen hatte, registrierte meine aufkeimende Panik und versuchte, mich zu beruhigen. Auch er habe damit nicht gerechnet. Aber er könne nichts tun. Dies sei eine Anweisung “von oben”.

Eine Anweisung von oben war offensichtlich auch der vergitterte Wagen, in dessen Zelle ich eingeschlossen und abtransportiert wurde. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich nichts mehr bei mir außer den Durchschlag des Formulars über die Beschlagnahme. Mein Rucksack mit komplettem Inhalt (Handy, Fotoapparat, Schlüssel, Geldbörse etc.) hatte der Beamte in der Fahrerkabine. Ich studierte den Durchschlag: Dort war angekreuzt: Festgenommen. Nun brach ich erstmal vollständig zusammen… Auf Nachfrage, was mir vorgeworfen würde und warum ich festgenommen sei und warum ich in einer Gefängniszelle sitze wurde mir gesagt, dies würde ich auf dem Präsidium erfahren, es sei aber alles nicht so schlimm und festgenommen höre sich viel schlimmer an als es sei.

Der Wagen wollte gerade losfahren, hielt dann aber noch mal wieder an – es sei noch zu einer weiteren Festnahme gekommen und wir müssen noch kurz warten um eine weitere Person mitzunehmen. Der Polizist der bis dahin noch mit hinten im Wagen (außerhalb der Zelle) saß und sozusagen meinen einzigen Ansprechpartner dar stellte, verließ daraufhin das Fahrzeug wieder und ließ mich allein. Total aufgelöst versuchte ich den Beamten vorne im Fahrzeug anzusprechen: was los sei und ob ich noch mal an die frische Luft könne, da mir schlecht sei von der stickigen Luft (und der Situation) sei. Erst nach mehrmalige Ansprache sagte er kurz es ginge gleich weiter und schob das Sichtfenster zwischen Fahrer Bereich und dem hinteren Teil des Wagens zu.

Nach geschätzten 10 Minuten stiegen der Beamte von zuvor, eine Kollegin und ein weiterer scheinbar festgenommener Junge ein Wir fuhren darauf hin los. Nach etwa 10min Fahrt kamen wir an einer PolizeiwWache an und wurden hinein geführt. Nach kurzem Warten vor einer Tür wurden wir herein gelassen und ich wurde in eine Zelle geführt,die Tür wurde hinter mir verschlossen. Kurz Zeit später wurde ich wieder aus der Zelle geholt und sollte mich auf dem Flur vor eine Wand stellen, wo ein Beamter mit einer Digitalkamera Fotos von mir machte. Anschließend wurde ich wieder in die Zelle zurück geführt. Nach geschätzten weitern 10 Minuten wurde ich in einen weiteren Raum geführt, wo zwei Beamten auf mich warteten. Mein Rucksack wurde nun noch mal vollständig entleert und der Inhalt protokolliert. Während dessen fragte mich einer der Protokoll führende Beamte ob ich mit einer Blutprobe einverstanden sei; ich fragte, wozu. Mir wurde erklärt, dies sei eine StandardfFrage für ein Standardformular und es würde jeder gefragt. Darauf verweigerte ich die Entnahme eine Blutprobe formell, was in dem Formular vermerkt wurde.

Im Anschluss wurde ich aufgefordert mich bis auf die Unterhose auszuziehen (das Recht diese doch recht unangenehme Situation verweigern zu können kannte ich zu dem Zeitpunkt leider nicht) und meine Anziehsachen wurden erneut durchsucht. Nach kurzer Zeit erhielt ich sie zurück, durfte ich mich wieder anziehen, musste noch meinen Gürtel und meine Schnürsenkel abgeben und unterschrieb das Protokoll in dem alles was ich bei mir hatte aufgeführt war.

Mein Frage was mir denn nun vorgeworfen würde konnte der Beamte wieder nicht beantwortet: “das wisse er nicht, er sei nur dazu da meine Sachen aufzunehmen”. Ich fragte was den nun passieren würde und er sagte mir, dass ich vermutlich gleich befragt würde und ich dann auch Antwort auf meine Fragen erhalten würde. Ich schilderte den beiden anwesenden Beamten noch mal den Sachverhalt und sie erklärten mir, ich würde bestimmt schnell wieder entlassen, er führe schließlich auch meist sein Taschenmesser mit sich und ich hätte es ja freiwillig abgegeben.

Nach dem ich anschließend wieder in eine Zelle gesperrt worden war, begann das lange Warten. Von Zeit zu Zeit wurde die Tür kurz geöffnet und direkt wieder geschlossen – bei jedem Mal dachte ich, es würde nun endlich weiter gehen und ich würde endlich erfahren, was mir eigentlich vorgeworfen wurde, dem war aber leider nicht so. Als wieder einmal die Tür geöffnet wurde, fragte ich schnell nach der Uhrzeit – es war mittlerweile 16.15 Uhr. Ich saß also mittlerweile seit fast 4 Stunden fest und wusste immer noch nicht, warum. Es muss etwa 17.00 Uhr gewesen sein, als ich endlich aufgefordert wurde, mitzukommen. Meine Hoffnung nun endlich mit einem Ermittler sprechen zu können um den ganzen Sachverhalt aufzuklären, wurde aber leider wieder enttäuscht. Stattdessen wurde in einen Raum, ein Stockwerk tiefer, zum “LKA Berlin Erkennungsdienst” geführt.

Auch den drei Beamten dort schilderte ich unter Tränen nochmals den ganzen Sachverhalt und fragte, ob ich der Erkennungsdienstlichen Erfassung denn wenigstens formell widersprechen könne, da es sich doch ganz klar um ein Missverständnis handele – dies wurde verneint und ein Schild an der Wand wies mich mittels eines Paragraphen darauf hin, dass die Erkennungsdienstlichen Maßnahmen notfalls auch mit Gewalt durchgeführt werden könnten. Ich könne aber mit Hilfe eines Anwalts im Nachhinein der Maßnahme widersprechen, wozu er mir auch raten würde. Meine Frage, wer die Maßnahme angeordnet hätte, wurde mir mit einem Buchstabenabkürzung beantwortet, deren Bedeutung mir die anwesenden Beamten aber nicht erklären konnten oder wollten. Es wurden meine Fingerabdrücke von beiden Händen (alle Finger und komplette Hand), in doppelter Ausführung genommen, sowie erneut Fotos, offensichtlich für die Verbrecherkartei,gemacht.

Zurück in der Zelle betätigte ich nach kurzer Zeit die Klingel, es muss mittlerweile etwa 18.00 gewesen sein, um darum zu bitten meinen Rechtsanwalt anrufen zu können, da ich anfing zu befürchten auch noch die Nacht in der Zelle zuzubringen zu müssen. Wieso hast du das denn nichtvorher gefragt? Kommt hier komisch. Dies konnte der Polizist nicht entscheiden, versprach mir aber, seinen Vorgesetzten zu informieren und ihn zu mir zu schicken. Als nach einer geschätzten halben Stunde immer noch nichts passiert war, schellte ich erneut – ich fühlte mich zu diesem Zeitpunkt schon völlig ausgelaugt und fertig, was man mir auch anzusehen schien, da die Beamtin mit der ich sprach mir sagte es würden „jetzt erstmal die Sanitäter kommen“.

Zum Glück bestätigte sich meine erste Befürchtung, nun auch noch in eine psychiatrische Klinik verlegt zu werden, nicht (nichts erschien mir mehr unmöglich), sondern der Polizeisanitäter holte mich ab und wir gingen in seinen Behandlungsraum. Physiologisch wies ich zu diesem Zeitpunkt eine ausgeprägte Hypertonie (hoher Blutdruck) und einen sehr schnellen Puls auf. Die Vermutung, dass ich vermutlich absolut dehydriert war, schien plausibel, denn außer eine Tasse Kaffe zum Frühstück und einen kleinen Plastikbecher Tee, den ich nach mehrmaliger Nachfrage erhalten hatte, hatte ich den ganzen Tag noch nichts getrunken. Hier kam ich das erste Mal wieder etwas zur Ruhe und hatte das Gefühl als Mensch ernst- und wahrgenommen zu werden. Der Beamte sagte mir dann auch, dass er gehört hätte, dass ich vermutlich in der nächsten Stunde entlassen würde.

Nach einem anschließenden weiteren kurzen Aufenthalt in der Zelle erhielt ich gegen 19.30 tatsächlich alle meine Sachen (bis auf das Letherman Tool) zurück und konnte die Polizeiwache verlassen.

Bis zum heute weiß ich nicht was mir eigendlich vorgeworfen wurde. Meinen Anwalt habe ich bereits kontaktiert und es wird sich wohl in den nächsten Wochen zeigen wie es weiter geht. Mein vorrangiges Ziel ist natürlich mit meinen Fingerabdrücken und meinen Fotos wieder aus der Datei des LKAs heraus zu kommen.

Ich kann sagen, daß die Ereignisse vom Samstag das schlimmste sind was mir in meinem Leben bisher passiert ist. Die Aussage das Freiheitsentzug mit das brutalste ist, was man einer menschlichen Seele antun kann, kann ich voll bestätigen – nie zuvor habe ich mich so ängstlich und hilflos gefühlt.

Das man Angst haben muss, und die habe ich im Moment noch, auf einer friedlichen Demonstartion scheinbar grundlos von der Polizei verprügelt oder verhaftet zu werden, kommt in meinen Augen faktisch einer massiven Einschränkung des Demonstrationsrechts gleich.

Ebenfalls schockierend fand ich wie der Staatsapperat einmal ins Rollen gebracht, nicht wieder zu stoppen war. Persöhnlich kann man wohl kaum einem der Beteiligten der Exekutive einen Vorwurf machen – ein Jeder der Beteiligten konnte sich darauf berufen nur Befehle und Anweisungen ausgeführt zu haben. Diese Argumentation habe ich bisher nur von Angehörigen ehemaliger Unrechtsregimen gehört – ich habe mir eigendlich immer verboten ernsthaft zu glauben, daß so etwas im Rechtsstaat Bundesrepublik Deutschland tatsächlich möglich ist – wurde aber schmerzlich eines besseren belehrt.

Was hier geschehen ist, beschreibt einerseits die Unwissenheit einzelner Beamten über die allgemeine Rechtslage und die Abläufe „in der eigenen Firma“. Außerdem zeigt es, wie schnell es gehen kann um in eine extremistische Schublade (und das sogar offiziell!) gesteckt zu werden…

Best of Prügelcops

Der Forumsbeitrag in „CopZone“ wurde ja bereits am Sonntag irgendwann dicht gemacht. Der Morgen hat sich nunmehr die Mühe gemacht die „interessantesten“ Beiträge aus diesem Thread zu extrahieren.

Angeblich will die Polizei jetzt aus Gründen des Schutzes der Persönlichkeit der agierenden Prügelpolzisten von Berlin das Beweisvideo aus dem Netz verbannen lassen. Hierzu möchte ich ein Zitat zitieren, welches Fefe heute nett zitiert hat… (zitzitzit): Trying to remove information from the Internet is like fishing piss out of the swimming pool. …und habe dementsprechend eine Kopie des Videos hier gesichert: Hochauflösend 236MB / Web-Auflösung 17,6MB

Da auch mittlerweile bei TwitPic der „Fahndungsaufruf eines Bürgers“ schon wieder entfernt wurde, hier die dementsprechende Redundanz.

Weiterverbreiten! Mediale Macht beweisen!

Rette deine Freiheit!

Endlich das neue Video von Alexander Lehmann:

UPDATE: Polizeiprügel Berlin

Es ist mittlerweile ein neues Video aufgetaucht, in welchem man die Sekunden vor der Ausschreitung genauer ansehen kann:

Staatsgewaltlicher Vollmond?!

Dieses Wochenende scheint bei unseren Freunden und Helfern tatsächlich geistiger Vollmond zu herrschen… in unserem schönen Hamburg wurde einem Journalisten mit standrechtlicher Erschießung gedroht, sollte dieser nicht seine Kamera ausschalten… ICH WILL HIER WEG!!!!

Polizeigewalt!

Lange hab ich nichts mehr von mir hören lassen – einerseits weil sich eigentlich das Grobe in eine Richtung entwickelt hatte, von welcher ich einigermaßen amused war, andererseits weil ich momentan beruflich sehr eingespannt bin.

Heute jedoch  stieß ich auf das Video der gestrigen „Freiheit-statt-Angst“-Demo in Berlin. Shocking!

Minütliche Updates über dieses Ereignis findet Ihr bei Fefe.

Die teilweise beängstigenden Kommentare von deutschen Polizisten findet Ihr in der Copzone.

Die Pressemitteilung der Polizei. Und die (momentan nicht erreichbare ?!) Gegendarstellung eines Opfers der Aktion.

Der Chaos Computer Club verlangt nun Nummernschilder für Polizeieinsatzkräfte sowie regelmäßige psychologische Test. „Polizeieinsätze dürfen kein rechtsfreier Raum sein„, so der CCC.

Und  BasicThinking hat die Geschichte mal aus der Sicht eines Berliner Polizeibeamten geschrieben (lol).

Nach dieser Nummer werde ich wohl wieder mein wachsames Auge reaktivieren und wieder vermehrt publizieren. Es ist wirklich schlimm, was in diesem unseren „Rechtsstaate“ durch die Staatsmacht gegen das Volk ausgeübt wird. Schmach…

Prügelbullen

Ab 2010 absolute Überwachung?!