Dinosaurier ohne Einsicht

Dirk Hillbrecht musste sich soeben mit wahren „Medien-Dinosauriern“ herumschlagen. Im Gespräch mit Prof. Rupert Scholz moderierte Christoph Minhoff bei „Unter den Linden“ ohne jegliches Verständnis für die technische Materie.

Professor Scholz verbiss sich darin, dass eine Löschung von illegalen Inhalten (z.B. Kinderpornographie) überhaupt gar nicht möglich sei. Hillbrechts Argumente gegen diese These wurden ohne jeglichen Anschein von Zurkenntnisnahme wegrhetorisiert.

Minhoff sprach von einem Generationenbruch. Das stimmt. Aber sollen wir jetzt warten, bis die Dinosaurier-Generation wegstirbt oder von einem Meteoriten getroffen wird? Ich denke nicht.

Was müssen wir jetzt also tun? – Handeln. Aufklären. Den Dinosauriern die Technik so aufs Brot schmieren, dass sie abbbeissen, kauen, schlucken, verdauen und sich hinterher den Bauch reiben, weil es so gut geschmeckt hat. Und das alles ohne Kinderpornos und Amokläufer.

Können wir das schaffen? – Jo, wir schaffen das!

Innenministerkonferenz will „Killerspiele“ verbieten

Auf der Innenministerkonferenz wurde sich so gut wie einstimmig für eine sogenanntes „Killerspielverbot“ ausgesprochen.

Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) sagte WELT ONLINE: „Durch Killerspiele sinkt die Hemmschwelle zur Gewalt. Amokläufer haben sich vor ihren Taten immer wieder mit solchen Spielen beschäftigt.

Na klar.  Genauso wie mit Mineralwasser trinken und Schuhe tragen… Sollte man auch verbieten. Böse Schuhe.

Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken,  ob die Verbindung zu Killerspielen nicht auf anderer Ebene liegt; nämlich dass diese wunderbar dazu geeignet sind, um Stress abzubauen. Und dass dieser Stressabbau -lebensbedingt- bei den Amokläufern nicht mehr hingehauen hat ist ja wohl kaum Schuld dieser Spiele. Im Gegenteil. Wären diese u.U. noch brutaler und realistischer gestaltet, wären diese Amokläufe vielleicht gar nicht erst von statten gegangen. Vielleicht.

Aber vielleicht werden durch das Verbot einer solchen Möglichkeit – sich abzureagieren – noch mehr gefrustete Jugendliche auf die Idee  kommen, diesen Frust an realen Personen auszulassen? Man wird sehen. Oder hoffentlich auch nicht.

Allerdings ist es natürlich um einiges einfacher einem unverstandenen Medium (ich glaube nicht, dass sich auch nur ein Politiker mal wirklich mit diesem Medium befasst hat) die Schuld zuzuweisen, als mal in der realen Umgebung einer gefährdeten Person etwas aufzuräumen…